Es kommt immer wieder vor, dass Laich auf überschwemmten Wiesen abgelegt wird, wo die Wahrscheinlichkeit gegen 100 % geht, dass die Wiese trocken fallen wird, bevor die Jungfrösche dem Gewässer entsteigen können. In solchen Fällen bemühen wir uns, den Laich umzusiedeln, wohlwissend, dass diese Aktionen den Laich gefährden.
Froschlaich entwickelt eine Ober- und eine Unterseite. Je älter der Laich ist, desto größer ist die Gefahr, dass die Embryonen beim unabsichlichen Umdrehen des Laichklumpens einen Sonnenbrand bekommen und absterben. Auch können durch den mechanischen Stress und andere Wasserbedingungen im Zielgewässer Eier absterben.
In der Hoffnung, dass aus einem Großteil des Laiches dennoch Kaulquappen schlüpfen werden, haben wir am 2. März etwa 100 Grasfroschlaichballen von einer Wiese im Teufelskehl in den Teich beim Seniorenpark Rödermark umgesiedelt.



Bitte nicht nachmachen! Wenn Sie der Meinung sind, Laich an einer ungünstigen Stelle gefunden zu haben, kontaktieren Sie uns oder die Untere Naturschutzbehörde. Laich oder Kaulquappen sollten nur in wirklichen Ausnahmefällen umgesiedelt werden. Für jede Umsiedlung braucht man eine artenschutzrechtliche Genehmigung. Bei der Umsiedlung sollte man äußerst vorsichtig vorgehen, um möglichst wenig Laich zu beschädigen.