Die winterlicher Kontrolle der rund 320 NABU-eigenen Nistkästen gibt einen guten Hinweis über die Bestandsentwicklungen bei den höhlenbrütenden Vögeln. Die sind in erster Linie die Meisenarten, allen voran, die Kohlmeise und die Blaumeise. Dazu kommen Kleiber und Trauerschnäpper. Die Kästen des NABU Rödermark verteilen sich auf Kindergärten und Schulen (rund 90), auf Parkanlagen und die Feldflur (rund 80 Kästen) sowie auf den Wald (rund 150 Kästen).

Sowohl in den Bildungseinrichtungen als auch im Wald blieb die Zahl der erfolgreichen Bruten unter den Werten der Vorjahre. Die Meisen verzeichnen dabei zwar keinen Einbruch, aber doch seit einigen Jahren eine schleichende Abnahme von etwa 15 % in den letzten 10 Jahren.
Ursachen dafür könnten sein: Nahrungsknappheit aufgrund des massiven Insektenschwundes, sowie verstärkte Prädation durch den Waschbär und freilaufende bzw. verwilderte Hauskatzen.
In den Nistkästen finden sich nicht nur Vogelnester. Auch die ein oder andere Waldmausfamilie nutzt die Kästen als Winterquartier.
