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Monat: April 2025

29. April 2025

Die Mauersegler kommen zurück nach Hessen

NABU bittet bei Sanierungen Nistmöglichkeiten bereitzustellen

Mauersegler sind nicht nur Akrobaten der Lüfte, sondern auch beeindruckende Vielflieger. Zwischen April und Mai kehren sie aus ihrer langen Winterpause zurück nach Hessen, um hier zu brüten. „Mauersegler begeistern viele Menschen und gehören zum Sommer einfach dazu. Leider wird es für sie immer schwerer ihre Jungen erfolgreich großzuziehen. Es fehlt immer mehr an nahrhaften Insekten und leider auch an geeigneten Nistplätzen“, sagt NABU-Ortsgruppenvorsitzender Dr. Rüdiger Werner. Ein guter Grund als, die gewandten Sommerboten bestmöglich zu unterstützen!

Waghalsige Flugkünstler brauchen dringend Wohnraum

Viele Mauersegler brüten alljährlich in frei anfliegbaren Hohlräumen an Gebäuden und machen mit ihren lauten, schrillen „srih -shriiiih“-Rufen und rasanten Gruppenformationsflügen auf sich aufmerksam. Die Lebenskünstler gehören zu den geschützten Tierarten, auch ihre Nester sind geschützt. „Da die Nistplätze von außen nicht sichtbar sind und meist nur beim Ein- und Ausflug der Vögel erkannt werden, gehen bei Sanierungs- und Bauvorhaben immer wieder viele Brutplätze verloren. Dabei gibt es inzwischen zahlreiche gut durchdachte Möglichkeiten, Nistplätze für Mauersegler an Gebäuden bereitzustellen, so dass Mauerseglerschutz ohne großen Aufwand möglich ist“, berichtet der NABU-Ornithologe Bernd Petri. Es gibt eine Vielzahl an Niststeinen oder -kästen, die bei Fassadenrenovierungen, Dacharbeiten oder beim Neubau in die Häuser integriert werden können. Auch selbst gefertigte Holznistkästen, die an geeigneten Stellen, wie Dach- oder Mauerüberständen in mindestens sechs Metern Höhe, angebracht werden, dienen dem Mauersegler als Nisthöhle. Neben dem Mangel an geeigneten Nistplätzen, macht aber auch der Insektenschwund den Mauerseglern schwer zu schaffen. „Wer Mauerseglern wirklich helfen möchte, sollte also auch unbedingt auf einen naturnahen und insektenfreundlichen Garten achten. Das sorgt für ausreichend Kraftfutter, um den Mauerseglernachwuchs zu versorgen“, rät Petri.

Vielflieger unter Termindruck

Mauersegler verbringen fast ihr gesamtes Leben – bis zu 21 Jahre – in der Luft. Wer nicht brüten oder füttern muss, steigt abends in höhere Luftschichten auf und bleibt über Nacht dort. Nahrung, Nistmaterial – alles wird in der Luft gejagt oder gesammelt. An sein Element Luft ist der Mauersegler durch lange, schlanke Flügel hervorragend angepasst und erreicht bei seinen abendlichen Flugspielen Geschwindigkeiten von bis zum 200 km/h. Die geschickten Flieger sind Weitstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern und im Frühling zum Brüten nach Norden ziehen. Nach einer kurzen Brut- und Aufzuchtzeit beginnt der Wegzug dann bereits ab Mitte Juli, hauptsächlich aber Anfang August. „Es bleibt ihnen also nicht viel Zeit, um ihre Jungen fit für die große Reise zu machen. Da können ungünstige Ereignisse wie kalte, verregnete Sommer, in denen nicht viele Mauersegler-Küken überleben schon verheerende Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist es also, dass Mauersegler bei uns möglichst optimale Bedingungen vorfinden“, sagt Dr. Werner. 

Sorgenkind mit rückläufigen Bestandszahlen

Bei der „Stunde der Gartenvögel“ 2024 belegte der Mauersegler mit bundesweit 42.600 gemeldeten Exemplaren den 9. Platz. Dennoch gehört der Mauersegler zu den Sorgenkindern der heimischen Vogelwelt. Seit dem Start der Stunde der Gartenvögel vor 20 Jahren sind die Mauersegler-Meldungen pro Garten deutlich zurückgegangen. In Hessen sind Mauersegler zwar noch häufiger zu sehen, als in den meisten anderen Bundesländern (nur in vier Bundesländern lagen die langjährigen Mittelwerte der Sichtungen pro Garten über dem hessischen Wert). Allerdings scheint es auch in Hessen einen deutlich sinkenden Bestandstrend zu geben. Die Meldungen gehen hier pro Jahr um 8 % zurück. Grund für die Rückgänge sind fehlende Nistmöglichkeiten an modernen oder sanierten Gebäuden, ein deutlicher Rückgang von Fluginsekten als Nahrung und die Auswirkungen des Klimawandels auf die komplexen Wanderungen dieser Arten nach Afrika und zurück. 

Schlagwörter: Ornithologie


27. April 2025

40 Arten bei Vogelstimmenwanderung entdeckt

Insgesamt 17 Teilnehmer standen am Sonntag morgen, früh auf, um an der 1. Vogelstimmenwanderung des NABU-Rödermark 2025 teilzunehmen. Bei bestem Frühlingswetter haben sie ihr Kommen nicht bereut. Die NABU-Vogelexperten Diedrich Meyn und Dr. Rüdiger Werner führten die Teilnehmer von Keltendenkmal auf der Bulau über die Schönwaldau nach Messenhausen und über den Hainchesbuckel wieder zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt 40 Vogelarten konnten dabei gesehen oder gehört werden, was einen neuen Rekord für eine Vogelstimmenwanderung in Rödermark darstellt.

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Schlagwörter: Führung, Ornithologie


22. April 2025

Der NABU auf dem Frühlingsmarkt

Am 26. und 27. April wird der NABU wieder auf dem Frühlingsmarkt in Ober-Roden mit einem Stand im Dinjerhof präsent sein. Am Samstag von 14 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 13 bis 19 Uhr wollen wir zum einen die Besucher über unsere Arbeit informieren, aber auch mit unserem Bastelprogramm insbesondere Kindern etwas bieten. Zum einen können am Stand Vogelnistkästen selbst zusammengebaut und im Anschluss für 15 € erworben werden. Zum anderen können wieder Blumentöpfe erst bemalt und dann mit heimischen Wildstauden bepflanzt werden. Die Blumentöpfe für Balkon oder Terrasse können für 5 € mitgenommen werden.

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22. April 2025

Vogelstimmenwanderung am 27. April

Am Sonntag, den 27. April, bietet der NABU Frühaufstehern wieder eine Vogelstimmenwanderung an. Treffpunkt ist um 7 Uhr das Keltendenkmal in der Nähe des Bulaufestplatzes. Die etwa 4 km lange Strecke führt die Teilnehmer am Waldrand über die Schönwaldau entlang nach Messenhausen und über den Hainchesbuckel zurück zum Ausgangspunkt. Die NABU-Vogelexperten gehen davon aus, auf dem Weg zwischen 30 und 35 verschiedene Vogelarten sehen und hören zu können.

Die Vogelstimmenwanderungen des NABU Rödermark sind sowohl für Laien mit nur geringer Artenkenntnis als auch für ambitionierte Vogelbeobachter geeignet.

Mitzubringen ist eine gewisse Begeisterung für die Natur und nach Möglichkeit ein Fernglas. Die Rückkehr zum Ausgangspunkt ist gegen 10 Uhr vorgesehen.

Bei Dauerregen fällt die Vogelstimmenwanderung aus.

Schlagwörter: Exkursion, Ornithologie


08. April 2025

Ohne Rücksicht auf brütende Vögel 

NABU Hessen: Forstarbeiten in Schutzgebieten müssen im März abgeschlossen werden

Manch einer wundert sich, dass im Frühlingswald mit schweren Forst-Maschinen Bäume aus den Beständen gezogen werden, obwohl Privatleute schon seit dem 1. März in ihren Gärten keinen Gehölzrückschnitt mehr machen dürfen, wie es das Bundesnaturschutzgesetz vorschreibt. Das hessische Umweltministerium ist per Erlass vom 4. März an den Landesbetrieb Hessen-Forst von seiner „Naturschutzleitlinie für den Hessischen Staatswald“ abgerückt und lässt das Herausziehen gefällter Bäume auch im Frühling zu – sogar in Europäischen Schutzgebieten.

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07. April 2025

NABU Rödermark trauert um Karlheinz Weber

Ein Nachruf von Dr. Rüdiger Werner

Mit großer Bestürzung und Trauer mussten wir vom Tod unseres Mitglieds Karlheinz Weber am 4. April erfahren. Karlheinz war in den letzten 7 Jahren einer der Aktivposten des Vereins, hat uns mit seinen Ideen und seiner Tatkraft inspiriert, war unser Streuobstwiesenbeauftragter, hat mehrfach als Wahlleiter bei Vorstandswahlen gedient und war einer unserer Kassenprüfer. Viel zu früh müssen wir nun Abschied nehmen. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Marita und bei seinen Kindern.

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Schlagwörter: Mitglieder


04. April 2025

Land plant Schwächung des Naturschutzes

Bürokratieabbaugesetz will Beteiligungsrechte von Bürgern einschränken

Mit großem Befremden hat der NABU Hessen auf die Pläne des Landes reagiert, in einem ersten Bürokratieabbaugesetz zahlreiche Maßnahmen zur Schwächung des Naturschutzes zu ergreifen. „Das Land will die Beteiligung von Bürger*innen beim Schutz von wertvollen Lebens- und Erholungsräumen in der Landschaft wie Bächen, Quellen, Auwäldern, Heiden und blumenreichen Wiesen beschneiden. Das ist nicht zukunftsweisend. Bürokratieabbau muss dem Bürger nutzen,“ wundert sich Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des NABU Hessen. So ist geplant, die Beteiligung des örtlichen Ehrenamts einzuschränken, indem Naturschutzverbände künftig keine Stellungnahme mehr abgeben dürfen, wenn gesetzlich geschützte Biotope in der Landschaft beeinträchtigt werden sollen.

Die Beteiligung engagierter Bürger*innen, auf die der demokratische Staat angewiesen ist, droht auch dadurch beschädigt zu werden, dass Naturschutzbeiräte auf Landkreisebene nach den Plänen des Landes künftig nicht mehr verpflichtend einzuberufen sind. „Wenn Beiräte nur noch eine „Kann“-Bestimmung sind, fehlen die produktiven Anregungen der örtlichen Vereine zum besseren Schutz unserer Lebensgrundlagen. Demokratie lebt aber von der aktiven Beteiligung“, erklärt Sommerhage. Auch der Landesnaturschutzbeirat im Umweltministerium soll in seinen Rechten beschnitten werden. So ist vorgesehen, dass die Mitglieder ihr Antragsrecht für Besprechungspunkte verlieren. Auch das Recht des Beirats, bei rechtlichen Änderungen angehört und rechtzeitig über wichtige Angelegenheiten des Naturschutzes unterrichtet zu werden, soll gestrichen werden. „Wenn fachkundige Bürger und Vereine künftig nicht mehr ernsthaft einbezogen werden, führt das nur zu mehr Konflikten und mehr Verfahrensverzögerungen“, so Sommerhage. 

Als „großen Fehler“ bezeichnet der NABU Hessen auch die Absicht des Landes, auf sein Vorkaufsrecht für Grundstücke zu verzichten, die für Naturschutzprojekte bedeutsam sind. Wichtig sind vor allem Ufergrundstücke, die die Renaturierung von Flüssen und Bächen voranbringen können. „Die Renaturierung ist eine EU-rechtliche Verpflichtung und hilft auch zur Konfliktlösung im Biber-Management“, so Sommerhage. Der Erwerb dieser Grundstücke sei auch das wichtigste Instrument für das Ziel des Landes, auf 1.000 Kilometern pro Jahr natürliche Gewässerentwicklungsstreifen zu schaffen. Der Weg, die freiwillige Verkaufsbereitschaft von Flächeneigentümern zu nutzen, sei sehr viel einfacher, bürokratieärmer und billiger, als am Schreibtisch Naturschutzprojekte zu planen und dann zu versuchen, dort unwillige Flächenbesitzende vom Verkauf zu überzeugen.

Der NABU kritisiert auch den Plan, dass Naturschutzbehörden künftig nicht mehr zustimmen müssen, wenn gesetzlich geschützte Biotope, Landschaftsschutzgebiete, Geschützte Landschaftsbestandteile oder Naturdenkmäler zerstört werden sollen. Sie wären dann im Rahmen der sog. „Benehmensregelung“ von den Baubehörden nur noch in Kenntnis zu setzen. Für Eingriffe in das Landschaftsbild ist vorgesehen, dass sie nicht mehr wie bislang durch Wiederherstellung und Neugestaltung ausgeglichen werden müssen. Es soll künftig reichen, dass sich ein vergleichbares Landschaftsbild in der Nähe wiederfindet.

Der NABU begrüßt es, Verwaltungsverfahren zu vereinfachen. Bürokratieabbau dürfe aber nicht dazu führen, die Beteiligung der Bürger*innen an der Demokratie einzuschränken und den Schutz der Natur als Lebensraum des Menschen weiter zu gefährden. „Es gibt gute andere Möglichkeiten, den Bürokratieabbau gewinnbringend für Mensch und Natur einzusetzen“, so Sommerhage. So ließe sich etwa viel Bürokratie sparen, wenn die Behörden mehr zulassungsfreie Naturschutz-Maßnahmen im Rahmen der Unterhaltung von Gewässern gewähren könnten. Bei der Umsetzung von größeren Renaturierungen sollten teure und langwierige Planfeststellungs-Verfahren durch einfachere Plangenehmigungs-Verfahren ersetzt werden. Sinnvoll ist auch eine standardisierte Festlegung von Entwicklungszielen in Europäischen Schutzgebieten statt aufwändiger Extra-Planungen und Gutachten. „Wir bieten der Landesregierung an, hier mit uns ins Gespräch zu kommen und die Bürokratie dort abzubauen, wo es wirklich Sinn macht“, so Sommerhage.

Anstehende Veranstaltungen

Sep. 19
9:00 - 12:00

World Cleanup Day 2026 = Gemarkungsputz am 19. September

Sep. 19
10:00 - 15:00

Pflanzentauschbörse Urberach Am Schwimmbad

Sep. 24
19:00 - 21:30

Nabu Stammtisch

Sep. 26
10:00 - 15:00

Pflanzentauschbörse Urberach Am Schwimmbad

Okt. 3
12:00 - 17:00

NABU Rodgau : Apfelkelterfest

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Meldungen vom NABU-Landesverband

  • Biber sorgen für Wasserrückhalt in Dürrezeiten11. August 2026
  • NABU: Vom 9.-11. Mai mitmachen bei der Stunde der Gartenvögel5. Mai 2025
  • Die Mauersegler kommen zurück nach Hessen29. April 2025
  • Ohne Rücksicht auf brütende Vögel 8. April 2025
  • Land plant Schwächung des Naturschutzes4. April 2025
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