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Aktiv für den Natur- und Umweltschutz

Etwa 10 Aktive betreuen eine Fülle von Projekten, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen wollen. Ziele der Projekte sind u.a. deralt Biotopschutz (Berngrundsee, Naturschutz- und FFH-Gebiete, Heide von Waldacker, Amphibienteiche), der Erhalt der vielfältigen Landschaft (Streuobstwiesen, Waldwiesenzüge, Landschaftspflege), das zoologische Monitoring (Rodau, Vogelwelt) sowie die Aufklärung der Bevölkerung und das Heranführen an Themen des Natur- und Umweltschutzes vor allem von Kindern und Jugendlichen (Spatzenprojekt, Waldkobolde, Kindergruppe).

Amphibienteiche

Im Gemarkungsgebiet gibt es einige Teiche, die speziell als Laichplatz und Lebensraum für Amphibien (Frösche, Kröten, Molche) altangelegt wurden. Dazu gehören z.B. die Ohrenteiche rund um den Anschluss zur B 45, der Comenius-Teich (der vom NABU federführend angelegt wurde), die Teiche am Erdkautenweg hinter dem Gewerbegebiet Ober-Roden oder auch der Teich im Kreuzungsbereich Albert-Einstein-Str./B 459. Der NABU kontrolliert diese Teiche regelmäßig und informiert die zuständigen Stellen, wenn Pflegemaßnahmen durchzuführen sind (Entbuschen, Freischneiden, Vertiefen, Säubern etc.) bzw. führt diese selbst durch.

Berngrundsee

Das Areal Berngrundsee besteht aus drei Sickergewässern zwischen Waldacker und Ober-Roden. Etwa 40 % des Geländesalt umfasst der Angelteich der Angelsportfreunde Ober-Roden, die restlichen 60 % inklusive zweier Flachseen wurden von der NABU-Gruppe Rödermark gepachtet wurde. Das etwa 2,2 ha große Gelände ist durch einen Wall und teilweise durch einen Zaun vor Störungen geschützt. Immer wieder wurde in der Vergangenheit der Zaun beschädigt, um in das Gelände einzudringen, doch konnte er schnell wieder von unseren Mitgliedern repariert werden.

 

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Blütenfelder

altDie heutige Kulturlandschaft ist arm an nektarreichen Blütenpflanzen. Wenige Kraut- und Grasarten dominieren die Grünflächen und Brachen, viele Insekten, die auf Nektar und Pollen angewiesen sind, sind stark bedroht. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der NABU Rödermark das Projekt Blütenfelder für Rödermark gestartet. Generelles Ziel ist es, auf möglichst vielen Brachflächen, Randstreifen, Grenzertragsflächen Blütenfelder anzulegen, die Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Co. Ganzjährig ein reichliches Nahrungsangebot bereitstellen. Für Landwirte gibt es ein entsprechendes EU-gefördertes Programm.

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Heide von Waldacker

Die Heide von Waldacker ist ein landschaftliches Kleinod zwischen Eulerweg und dem Spielplatz am altLerchenberg von knapp 3 ha Größe. Das Areal ist als größtes zusammenhängendes Heidegebiet des Kreises Offenbach besonders schützenswert, weshalb auch die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises für die Pflege verantwortlich ist.

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Kiebitzschutzprojekt

Der einstmals häufige Bodenbrüter Kiebitz nimmt im Bestand immer mehr ab und ist in vielen Gegenden schon vollständig valterschwunden. Auch in Rödermark nahm die Zahl der Brutpaare im Laufe der letzten 30 Jahre von ca. 25 auf 2 im Jahr 2012 ab. Mittlerweile ist Rödermark der letzte Brutstandort des Vogels im Kreis Offenbach. Die Ursachen der Abnahme sind vielfältig. Geänderte Pflanzzeiten in der Landwirtschaft, Verbrachung und Verwilderung ehemaliger Feuchtwiesen, Zunahme einiger Fressfeinde (Fuchs, Marder, Waschbär), vermehrte Störungen durch freilaufende Hunde und Spaziergänger, Probleme in den Überwinterungsgebieten. Um die letzten Kiebitze in Rödermark besser zu schützen hat der NABU Rödermark daher Anfang 2012 ein Kiebitzschutzprojekt gestartet.

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Landschaftspflege

Die NABU-Ortsgruppe führt kontinuierlich Maßnahmen zur Landschaftspflege durch. Dazu gehören z.B. Entbuschen, Mähen und Mulchen von Streuobstwiesen und anderen betreuten Gebieten und das Entfernen von Neophyten, d.h. eingewanderten Pflanzen, die hier ursprünglich nicht heimisch sind und einheimische Pflanzen verdrängen und gefährden. Dazu gehört insbesondere das indische Springkraut, das vor allem an der Rodau und an vielen Feuchtstellen im Wald wuchert.

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Monitoring

Zu den Aufgaben des NABU oder dessen einzelner Mitglieder gehört zum Teil auch das Monitoring, d.h. das Registrieren und Zählen von Tier und Pflanzenarten in definierten Arealen über einen längeren Zeitraum. Meist werden Kartierungen und auch das nachgestellte Monitoring aber durch Fachleute aus den Universitäten oder spezialisierte Fachfirmen durchgeführt.

Naturschutzgebiete und FFH-Gebiete

In Rödermark liegen das Naturschutzgebiet Erlenwiesen von Ober-Roden sowie Teile der Naturschutzgebiete Niederrodener Lache und Rodauwiesen von Rollwald. Die Pflege der Naturschutzgebiete liegt in der Zuständigkeit von HessenForst.

In der Gemarkung Rödermark liegen auch einige FFH-Gebiete (Gebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union). Diese Naturschutzrichtlinie dient zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. FFH-Gebiete unterliegen einem besonderen Schutz und der Fürsorge durch den Staat. Monitoring und Pflege erfolgen durch die Landesbehörden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Naturschutzverbänden wie dem NABU. In Rödermark sind einige kleinflächige Sandmagerrasenareale in Urberach zwischen Bulau und Bienengarten mit seltenen Pflanzengesellschaften als FFH-Gebiete ausgewiesen. Für die Pflege dieser Gebiete ist das ‚Amt für den ländlichen Raum des Hochtaunuskreises, Kreis Offenbach, Main Taunus-Kreis, Stadt Offenbach, Stadt Frankfurt' in Bad Homburg zuständig.

Spatzenprojekt

Das Spatzenprojekt des NABU Rödermark läuft seit Sommer 2009 und ist zurzeit das umfangreichste Projekt der Ortsgruppe. Ausgangspualtnkt ist die sich verschlechternde Lage vieler heimischer Singvögel, darunter auch die des Haussperlings oder Spatzen. Durch den Wegfall von Scheunen und Hütten, durch das Isolieren unserer Häuser, durch das konsequente Fällen alter Bäume fehlt es vielen Höhlen- und Mauerbrütern an Nistmöglichkeiten. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und vor allem durch den stetigen Wandel vom Nutzgarten zum Ziergarten, durch die Abnahme der Nutztierhaltung sind auch viele Nahrungspflanzen und -tiere kaum noch zu finden. Wir wollen dem durch ein Aufklärungsprojekt, das vor allem bei den Kindern in öffentlichen Einrichtungen ansetzt, entgegenwirken.

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Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind ein besonders vielfältiger und erhaltenswerter Bestandteil der Kulturlandschaft. Diese extensiv genutzten Grünflächen bieten einer Vielzahl von gefährdeten Tierarten Lebensraum und Nahrung (z.B. Steinkauz, Gartenrotschwanz). Ziel des NABU Rödermark ist es, die noch vorhandenen Hochstamm-Streuobstwiesen zu kartographieren, zu erhalten und zu erweitern. Dazu wurde nach einer längeren Pause 2009 in einem gemeinsamen Projekt mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Rödermark ein Streuobstwiesenförderprojekt begonnen. Interessierte Grundstückseigentümer bekommen die von ihnen ausgewählten Obstbäume kostenfrei überlassen. Außerdem werden von der UNB vor Ort Baumschnittkurse angeboten.

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Waldkobolde

Seit April 2010 gibt es in Rödermark einen Waldkindergarten, der seinen Sammelpunkt am Waldfestplatz Schillerwäldchen am Rande des Breiderts hat.

Der NABU Rödermark begrüßt die Einrichtung eines Waldkindergartens in Rödermark, da diese Form des Kindergartens vielfältige Möglichkeiten bietet, die Kinder zu einem frühen Zeitpunkt an Natur- und Umweltthemen heranzuführen. Daher möchten wir die „Waldkobolde“ im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Verschiedene Projekte sind in den kommenden Jahren angedacht, um den von den Waldkobolden besuchten Wald ökologisch aufzuwerten und Anlaufstellen zu schaffen, den Kindern die Kreisläufe in der Natur und bestimmte Naturthemen näher zu bringen.

Waldwiesenzüge

Durch die Wälder südlich von Ober-Roden und Urberach verlaufen seit jeher mehr oder weniger durchgehende Wiesenzüge, die in den 70er und 80er Jahren kaum noch genutzt und gepflegt wurden und daher stark verbuscht waren. Aufgrund des hohen ökologischen Wertes von Waldwiesen hat sich der NABU Rödermark die Aufgabe gestellt, die vorhandenen Wiesen zu revitalisieren. Gerade der Übergangsbereich zwischen Wald- und Feldflur ist für viele Tierarten bevorzugter Lebensraum, die Artenvielfalt ist hier besonders hoch. Wächst eine Wiese zu, verlassen auch viele Arten das Areal. Ziel des Projektes war es also, durch Entbuschungsmaßnahmen eine regelmäßige Pflege der Wiesenzüge zu ermöglichen, diese zu organisieren und damit langfristig das vitale Ökosystem Waldwiese zu sichern.

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Termine

NABU-Stammtisch

Donnerstag, 21. Dezember 2017

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