Aktuelle Seite: Startseite Aktuelles News-Archiv 2016

Die Rückkehr des Weißstorchs – Storchenpaten gesucht

Es gibt heutzutage nur noch wenige Vogelarten, die von nahezu jedermann erkannt und benannt werden können. Der Weißstorch gehört sicherlich dazu. Dieser majestätische Vogel – Sinnbild des Zugvogels – war einstmals weit verbreitet. Auch die Gemarkung Ober-Roden zählte bis in die 50er Jahre hinein bis zu 3 Brutpaare. In den kommenden Jahren verschwand der Vogel nach und nach, die letzte Brut im Kreis Offenbach fand 1968 in Seligenstadt statt, danach galt der Vogel in unserer Region als ausgestorben. Erst ab Ende der 90er Jahre begannen sich die Bestände wieder zu erholen, vor allem aufgrund von verbesserten Durchzugs- und Überwinterungsbedingungen in Spanien.
In unserer Region wurden die Gersprenz-Auen zwischen Münster und Babenhausen als erstes wieder besiedelt. Mittlerweile gibt es dort 6 Nester, die alle regelmäßig besetzt sind. Ausgehend von guten Bruterfolgen dort hat sich der Storch in den letzten 5 Jahren auch im Kreis Offenbach wieder regelmäßig sehen lassen. Es wurden in mehreren Gemeinden Masten mit Nestern aufgestellt. 2014 kam es dann in Weißkirchen zur ersten erfolgreichen Brut im Kreis nach 46 Jahren.

Auch in Rödermark kann man den Weißstorch wieder regelmäßig sehen, in den letzten beiden Jahren nahezu täglich. 2014 hatte ein Jungstorch noch im November für mehrere Wochen den alten Feuerwehrturm in Ober-Roden als seinen Schlafplatz auserkoren. 2015 hat sich Zahl der Sichtungen nochmals deutlich erhöht. Bis zu 16 Störche gleichzeitig wurden auf den Wiesen um Ober-Roden gezählt.
All das sind Gründe genug für die örtlichen Naturschützer vom NABU Rödermark, auch in Rödermark wieder Brutmöglichkeiten für den Storch zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wurde das Storchenprojekt vorangetrieben, es wurde sich um Materialien und Logistik gekümmert und auf dem Gelände der Kläranlage 2 geeignete Maststandorte ausgemacht. Spätestens Ende Januar/Anfang Februar soll es soweit sein, der erste Storchenmast in Rödermark soll aufgestellt werden.
Zur Finanzierung der Kosten für das Projekt sucht der NABU noch Sponsoren und „Storchenpaten“. „Trotz vielfältiger Unterstützung durch die Stadt und die Kommunalen Betriebe Rödermark, den Energieversorger entega und andere sind die rund 1000 € Kosten pro Mast noch nicht vollständig refinanziert“, so NABU-Vorsitzender Dr. Rüdiger Werner. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch die eine oder andere Firma oder Privatperson finden würde, die dieses Wiederansiedlungsprojekt finanziell unterstützt.“ Neben einer Spendenquittung erhalten Spender eine dekorative Storchenpaten-Urkunde (auch als Geschenk geeignet). Eine Unterstützertafel am Zaun der Kläranlage ist in Vorbereitung.
Kontakt: nabu@pswerner, 06074-2112030 (Dr. Werner).

Termine

NABU-Stammtisch

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Sie möchten helfen?!

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten uns zu unterstützen:
Als Mitglied oder mit einer Spende.