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Streuobstwiese revitalisiert

Besseres Umfeld für Bienen geschaffen

Viele ehemalige Streuobstwiesen in Rödermark verwildern mehr und mehr, u.a. weil vielen Eigentümern die Pflege zu aufwändig ist und das Interesse an der eigenen Obsternte immer geringer wird. Die örtlichen Naturschützer vom NABU Rödermark versuchen, diesem Trend nach Kräften entgegenzuwirken und diesen artenreichen Lebensraum zu erhalten, indem sie teilweise die Pflege übernehmen und auch neue Obstbäume anpflanzen.

Dr. Werner weist Flüchtlinge ein

Der 3. Arbeitseinsatz im Herbst 2015 galt am 5. Dezember einer vom NABU gepachteten Streuobstwiese im Südwesten von Urberach, die in den vergangenen Jahren mehr und mehr zugewachsen ist und nun von Hybridpappeln, Jungeichen, Wildpflaumengebüsch und Ginster befreit werden sollte. Da auf dem Grundstück seit einigen Jahren die Bienenstöcke der Rödermärker Hobbyimker Tanja und Rüdiger Behre stehen, war der Arbeitseinsatz eine Gemeinschaftsaktion zwischen Naturschutzbund Rödermark und Imkerverein Maingau unter dem Vorsitz von Günter Keim aus Rodgau, der für den Einsatz einen großen Häcksler organisierte.

Wie bei den vergangenen Arbeitseinsätzen des NABU auf der Heide in Waldacker sowie um die Flachseen im Berngrund wurde wieder die Flüchtlingshilfe kontaktiert. Auf diese Weise konnten erneut 5 syrische Flüchtlinge zur freiwilligen Mitarbeit gewonnen werden. Da sich auch spontan einige Urberacher Anwohner zur Hilfe eingefunden hatten, waren am Ende fast 20 Personen im Einsatz. Nach knapp 5 Stunden intensiver Arbeit bei bestem Arbeitswetter war das Ziel erreicht, das knapp 3.000 m2 große Areal ist wieder als Streuobstwiese erkennbar, zumal NABU und Imkerverein einige Neuanpflanzungen von Obstbäumen vorgenommen haben bzw. noch vornehmen werden. Der störende Pappelriegel, der das Grundstück in zwei Teile getrennt hatte, ist Vergangenheit.

Verena Henschler beim Pflegeschnitt


Wie immer organisierte der NABU für alle Helfer einen Imbiss. Am Ende zeigte sich der NABU-Vorsitzende und Organisator des Einsatzes Dr. Rüdiger Werner sehr zufrieden: „Es ist unglaublich faszinierend mit anzusehen, was erreicht werden kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass man in der kurzen Zeit mit so wenig finanziellen Mitteln solch ein Ergebnis erzielen kann.“ Besonders die reibungsfreie Zusammenarbeit von Naturschützern, Anwohnern, Imkern und Flüchtlingen erfreut den NABU-Vorsitzenden sehr. „Mangels genügend eigener Kräfte können wir solche Aktionen nur in Kooperation mit anderen Gruppen durchführen. Die Zusammenarbeit mit dem Imkerverein kann man nur als besonders fruchtbar bezeichnen. Auch die fortwährende Unterstützung durch die Flüchtlingshilfe ist großartig und hilft uns bei der Umsetzung unserer Naturschutzziele sehr.“

Termine

NABU-Stammtisch

Donnerstag, 21. Dezember 2017

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